FAQs Viva con Agua Mineralwasser

1. Warum ein Mineralwasser mit dem Namen "Viva con Agua"?

Für einen Verein stellt Öffentlichkeitsarbeit eine der grössten Herausforderungen dar. Ohne Werbung bzw. Kommunikation erreicht man keine potentiellen Spender.

Mit unserem Viva con Agua Mineralwasser wollen wir auf der Grundlage eines innovativen und sozialen Businessmodells auf die Trinkwasserprojekte in Entwicklungsländern aufmerksam machen und diese unterstützen. Wir wollen möglichst viele Menschen mit unserer Idee erreichen und für unsere Vision "Alle für Wasser – Wasser für Alle" sensibilisieren. Das Mineralwasser schafft die Möglichkeit über unsere Vereinsaktivitäten hinaus mit völlig neuen Zielgruppen in Kontakt zu kommen, denn jede Flasche schafft eine Verbindung zu VcA und unseren Zielen – sie stellt unseren „flüssigen“ Flyer dar und schafft so einen viel grösseren Mehrwert für unsere Vision als nur den monetären Output. Auf der Etikette findet man einen Text zur Sensibilisierung, unser Logo zur Wiedererkennung, unsere Homepage und weitere Informationen.

Für VcA ist das Mineralwasser der erste Schritt an der Schnittstelle zwischen NGO's und Business aktiv zu werden. Die Verbindung zwischen dem sozialen und wirtschaftlichen Bereich bedeutet für uns zukunftsorientiertes Denken und Handeln. Hier wollen wir eine Vorreiterrolle spielen und zeigen, dass sich sinnhafte Alternativen etablieren lassen, die zugleich rentabel sind.

Hahneburger first! Wir möchten jedoch niemanden dazu bewegen, abgefülltes Wasser statt Leitungswasser zu trinken. Letzteres ist im deutschsprachigen Raum deutlich ökologischer. Wenn man sich jedoch für Flaschenwasser entscheidet, weil man kein Leitungswasser trinken kann oder will, dann ist das VcA Mineralwasser eine einfache und soziale Möglichkeit, Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, zu unterstützen.


2. Wo kommt das Wasser eigentlich her? Verkauft ihr das selbst? Geht das überhaupt als Verein?

Nein, VcA verkauft kein Flaschenwasser. Das Mineralwasser wird von einem Schweizer Mineralwasserproduzenten abgefüllt und verkauft. Natürlich gibt es schon verschiedene Produzenten für das deutsche VcA Mineralwasser, uns war es aber wichtig, einen lokalen Abfüller zu finden, der das Wasser in der Schweiz abfüllt. Dies vor allem, um die Transportwege gering zu halten.

Nach mehreren Gesprächen konnten wir die Goba Mineralquelle und Manufaktur im Appenzell für unser Social Business-Vorhaben gewinnen. Goba zeichnet sich durch Innovation und Nachhaltigkeit aus. Mehr zu unserem Abfüller unter Punkt 4 Wie und wo wird abgefüllt.

3. Gibt es noch andere Vorteile für VcA außer der Kommunikation? Bekommt VcA auch Geld für Wasserprojekte, wenn man das Wasser kauft?

Ja. Natürlich ist allein schon die kostenlose Kommunikation über die Etiketten ein riesiger Mehrwert für uns. Jeder, der das Wasser (ver)kauft, erzählt (in)direkt anderen Leuten von VcA und unserer Arbeit. Unser deutscher Verein, wo das VcA Mineralwasser bereits seit 2010 existiert, hat nicht nur viele neue Spendenkooperationen und Gönner gewonnen, sondern auch viele ehrenamtliche Supporter haben VcA mittlerweile zuerst über das Mineralwasser kennen gelernt.

Darüber hinaus bekommt VcA auch Geld aus dem Verkauf des Wassers. Von jeder verkauften Flasche fliessen mindestens 15 Rappen an VcA. Wir haben die Lizenzbeträge nicht höher gewählt, damit das Mineralwasser preislich im klassischen Mineralwassermarkt bestehen und damit eine echte Konsumalternative für alle darstellt. Sicherlich ist VcA Mineralwasser nicht vergleichbar mit Discounterprodukten, liegt jedoch im mittleren Preissegment herkömmlicher nationaler Wassermarken. Dabei muss berücksichtigt werden, dass der Preis, den man als Endkunde bezahlt, sich durch die Abfüllung, unseren Lizenzbetrag und durch Kosten auf Seiten des Getränkefachhandels, des Einzelhandels oder der Gastro zusammensetzen.

Aktuelle Preise erhält man immer von dem jeweiligen Händler der Region (siehe Händlersuche).

4. Wie und wo wird abgefüllt?

Seit Januar 2017 begrüssen wir unseren Schweizer Lizenzpartner: die Goba AG im Appenzell. Dieser produziert und verkauft ab sofort ein Viva con Agua Mineralwasser in der Schweiz, dessen Lizenzeinnahmen der Projektarbeit unseres Schweizer Viva con Agua-Vereins zugute kommen!

Die Goba Mineralquelle gehört zu den kleinsten eigenständigen Mineralwasserproduzenten der Schweiz. Die Goba AG versteht sich als Firma, welche Tradition mit Innovation, Kreativität und Nachhaltigkeit verbindet. Goba will einen Kontrapunkt zu Allerwelts- und Importprodukten setzen. Unter der Führung von Frau Gabriela Manser, 2005 ausgezeichnet zur Unternehmerin des Jahres, konnte der Umatz des Unternehmens in den letzten Jahren rasant gesteigert werden, ohne dabei seinen familiären Charakter zu verlieren.

5. Wie funktioniert der Vertrieb des Wassers?

Der Verkauf des Wassers erfolgt durch die Goba AG an Getränke-und/oder Biolieferanten, die es dann an ihre Kunden weiter verkaufen. Um die beim Verkauf des Wassers zu unterstützen und die neuen Kontakte über das Flaschenwasser für den Verein optimal zu nutzen, gibt es unsererseits einen Ansprechpartner, der für alle Fragen (nicht nur) rund um das VcA Mineralwasser für euch zur Verfügung steht. Die Kontaktdaten unseres lieben Kollegen Michael Brunner findet ihr auf unserer Website.

6. Hat VcA noch mehr geplant? Kommt dann auch noch Limo und Cola?

Nein, Limo und Cola mit VcA Etikett wird es eher nicht geben. Schliesslich steht das Flaschenwasser symbolisch für unser Vision „Wasser für Alle!“

Aber, in 2013 wurde die Goldeimer GmbH gegründet, die durch ihren sanitären Fokus über den Bau von Komposttoiletten, einen wesentlichen Beitrag zu den WASH-Themen von VcA leistet und zur VcA-Family gezählt wird.

Das „Goldeimer Klopapier“ ist nun das zweite Lizenzprodukt zur gesellschaftlichen Sensibilisierung, welches auf den Markt gebracht werden konnte. Alle Infos zu Goldeimer hier: www.goldeimer.de

Ziel ist es, den Konsumenten durch Produkte des täglichen Lebens auf die drei Bereiche (WA-S-H = Water Sanitation Hygiene), für die sich VcA einsetzt, aufmerksam zu machen. Dabei steht das Mineralwasser für die TrinkWAsserprojekte, das Klopapier für die Sanitärkomponente unserer Projekte und es wird aller Voraussicht nach noch etwas im Hygienebereich folgen. Des Weiteren sollen die Produktverpackungen mehr auf das, was in den Projekten geschieht, aufmerksam machen, Informationen zu den Projektländern kommunizieren und somit den globalen Zusammenhang unseres Konsumverhaltens verdeutlichen.

Ressourcenfreundliche Verpackungen: Wir werden mit unseren aktuellen und zukünftigen Partnern für die Herstellung und den Verkauf Schritt für Schritt die Produkte und ihre Verpackungen umweltfreundlicher und ressourcenschonender gestalten. Da dies immer mit grossen Investitionen auf Seiten unserer Produzenten verbunden ist, kann dies nur schrittweise und im Rahmen vernünftiger Wirtschaftlichkeit erfolgen. Klar ist, je grösser die Nachfrage und damit auch die wirtschaftliche Bedeutung der Produkte zunimmt, umso einfacher wird  dieser Prozess.

Auch hier zeigt sich wieder, wie der Konsument durch seine Nachfrage das Angebot beeinflussen kann. Jeder Einzelne kann mit seiner Kaufentscheidung auf den Markt und sein Angebot positiv einwirken.