Unsere Projekte: Guatemala


Viva con Agua in Guatemala

Was Viva con Agua zusammen mit Helvetas in Guatemala bisher realisiert hat.

Daten zu Guatemala (2011 - 2015):

Ziel:                                     Verbesserung der Lebensqualität und der Gesundheit der Bevölkerung in ausgewählten Gemeinden des Departements San Marcos
Region: Westliches Hochland Guatemala
Gespendete Beiträge: CHF 92'300.-
Begünstigte: 3'664 Schulkinder und deren Familien
Partner: Helvetas
Start:

Herbst 2011

Status:

25 "Gesunde Schulen"

 

Aktuelles Projekte in Guatemala
- Run 4 WASH 2016

Bisher finanzierte Projekte in Guatemala:
- 1. Projekt
- 2. Projekt
- 3. Projekt
4. Projekt
5. Projekt

Gesundheitserziehung im westlichen Hochland Guatemalas
„Gesunde Schulen“ sind eine Komponente des Wasser- und Siedlungshygiene-Projekts AJIN von Helvetas in Guatemala. Ziel ist, mit diesem Konzept bereits die Kinder für Hygiene und Gesundheitzu sensibilisieren und damit auch in den Familien zu Verhaltensänderungen anzuregen.

Hygiene: Aufklärung und Erziehung
Sauberes Trinkwasser und Siedlungshygiene stehen im Zentrum des Projektes AJIN imwestlichen Hochland Guatemalas: Quellfassungen werden erstellt oder repariert, Leitungssystemeerrichtet, sanitäre Anlagen gebaut und gefördert, die lokalen Behörden für die Planung und Verwaltungvon Infrastrukturaufgaben geschult. Es sind Massnahmen, die das Risiko von Krankheiten undEpidemien reduzieren.
Doch in einer Umgebung, wo über den Zusammenhang zwischen Hygiene und Gesundheit wenigbis nichts bekannt ist, braucht es mehr als die Bereitstellung von Infrastruktur. Die Menschen müssenerkennen, dass Hygiene die Gesundheit schützt, die eigene wie auch die der Gemeinschaft.Hygieneerziehung an den Schulen ist deshalb wichtiger Bestandteil des Projektes AJIN. Eine guteSchule ist ein Ort der Bildung, wo die Schülerinnen und Schüler sich körperlich, emotional und sozial entwickeln können.
Mit dem ‚Nationalen Plan für Gesunde Schulen’ hat das Gesundheitsministerium ein wichtiges Zielgesetzt: Es sollen starke, kreative, innovative Kinder gefördert werden, die das individuelle, familiäreund gesellschaftliche Wohlbefinden vor Augen haben und mit Gemeinsinn zur nachhaltigen Entwicklungder Menschen beitragen. Gemeinsam mit Familie, Lehrpersonen und der Gemeinschaft sollensie einen gesunden Lebensstil entwickeln.
Zu einer „Gesunden Schule“ gehören aber nicht nur neue Inhalte, sondern auch neue, gleichwertigeFormen der Schülerbeteiligung. Dank dem demokratisch gewählten Schülerrat lernen die Kindersich an Diskussionen zu beteiligen, andere Meinungen zu respektieren und Verantwortung zu übernehmen. Hier haben sie die Möglichkeit, sich aktiv in die Angelegenheiten der Schule und der Gemeinschaft zu involvieren, Selbstachtung und Kreativität zu entwickeln. Zu den Aufgaben des Schülerrates gehört es auch, Gleichberechtigung, Solidarität und das demokratische Zusammenleben zufördern.

Eine Gesellschaft am Rande
In der Hochebene Guatemalas leben die Menschen, die meisten von ihnen indigene Mayas, in extremerArmut. Nur ein Drittel der Haushalte verfügt über sauberes Trinkwasser, über Sanitäranlagenund Anschluss an die Strasseninfrastruktur. Wasserknappheit und das Unwissen über Hygiene undPrävention führen vor allem in den ländlichen Gemeinschaften zu Krankheiten. Die Kindersterblichkeitist hoch.
Bei der Gesundheitsförderung hat die Volksschule eine strategische Bedeutung. Was die Schulkinderüber Hygiene, Ernährung und gesunde Lebensführung lernen, bringen sie auch in ihre Familienein. Diese Schülerinnen und Schüler haben die Kleinkinderzeit, die gefährlichste Lebensphase, zwarbereits hinter sich. Doch sie alle haben schon erlebt, dass in ihrer Familie, ihrem Weiler oder ihremDorf Kleinkinder starben. Die Schule ist der ideale Ort, den Kindern die Zusammenhänge zwischenmangelnder Hygiene und Kindersterblichkeit aufzuzeigen und sie zu lehren, wie sie sich und anderegegen Krankheiten im Zusammenhang mit Wasser und Hygiene schützen können.Darauf baut der Nationale Plan „Gesunde Schulen“ auf. Das Projekt AJIN trägt in enger Verbindungmit der Gesundheitsförderung der Gemeinde Ixchiguán dazu bei, diesen Plan umzusetzen.

Das Projekt: „Gesunde Schulen“
Händewaschen, Vorsicht beim Trinkwasser, Sauberkeit bei der Behandlung von Nahrungsmitteln,ausgewogene Ernährung, Hygiene im Sanitärbereich, angemessene Behandlung von Abwässernund Abfall: Was in der Schweiz zur alltäglichen Erziehung und zum Allgemeinwissen gehört, ist inGuatemala alles andere als selbstverständlich. Wer Krankheiten im Zusammenhang mit Wasser undAbwasser bekämpfen will, kann sich deshalb nicht auf den Bau von Trinkbrunnen oder auf Ratschlägezum Händewaschen beschränken.

Deshalb setzt das Projekt AJIN auch in den Schulprojekten auf verschiedenen Ebenen an:
o Sanierung der sanitären Infrastruktur für die Kinder (Latrinen, Waschbecken, Sickergruben, Abfallbeseitigung).
o Förderung der persönlichen Hygiene sowie Gesundheiterziehung von Kindern
o Aufklärungskampagnen, an denen sich nationale und lokale Verwaltungen ebenso wie NGOs beteiligen.
o Unterstützung der Hygiene mittels persönlicher Hygiene-Kits (Zahnbürsten, Zahnpasta, Seife, etc.).
o Vorbereitung von Lehrerinnen und Lehrern, damit sie korrekte Wahlen in die Schülerräte gewährleisten können.

Perspektiven / Aussicht
Alle Beteiligten arbeiten daran:
o das Projekt „Gesunde Schulen“ auf weitere Schulen der Gemeinden San Cristóbal Ixchiguán und San José Ojetenám auszuweiten.
o andere Gruppen, Behörden und Gemeinschaften für das Projekt zu begeistern und so die Basis zu verbreitern.
o aufklärung und Hygiene-Erziehung zu verbessern, damit immer mehr Menschen den Zusammenhang zwischen den Umweltbedingungen und der Gesundheit erkennen.
o die Kapazität der lokalen Behörden zur Planung und Umsetzung von Wasserinfrastruktur zu stärken.
o die Erfahrungen mit partizipativen Prozessen auch über das Projekt „Gesunde Schulen“ hinaus fruchtbar zu machen.

Weil sich die Behörden ebenso aktiv am Projekt beteiligen wie die Bevölkerung, ist die Nachhaltigkeit gesichert. „Das Projekt AJIN unterstützt uns in der Hygiene- und Gesundheitsaufklärung für die Kinder“, sagt Yulissa Ochoa von der lokalen Organisation AXOPRODE in Ixchiguán. „So können wir die Familien der Schulkinder daheim besuchen und in ihren Familien über Hygiene und Gesundheit sprechen.“

Hier nochmals eine Übersicht über alle Projekte mit Viva con Agua in Guatemala:

Aktuelles Projekt


Run 4 WASH 2016 für Guatemala

19.04.2016: Mit der diesjährigen Spendenlaufaktion  Run 4 WASH unterstützt Viva con Agua Schweiz erneut zusammen mit Schülerinnen und Schülern, Vereinen, Firmen und Bands die „Gesunden Schulen“ in Guatemala. Unser gemeinsames Ziel ist es, rund 800 Kindern und deren Familien den Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und Hygienemassnahmen zu ermöglichen. (mehr…)

Projekt 5


Run 4 WASH 2015 für Guatemala

08.06.2015: Auch mit dem Run 4 WASH 2015 will Viva con Agua Schweiz wiederum zusammen mit Schülerinnen und Schülern Schritt für Schritt „Gesunde Schulen“ in Guatemala ermöglichen. Gemeinsam möchten wir die Schulen von über 1000 Kindern zu „Gesunden Schulen“ machen. Lies unten mehr! (mehr…)

Projekt 4


Run 4 WASH 2014 für Guatemala

14.05.2014: Mit dem Run 4 WASH am 27. Juni 2014 will Viva con Agua Schweiz zusammen mit Schülerinnen und Schülern Schritt für Schritt „Gesunde Schulen“ in Guatemala ermöglichen. Gemeinsam möchten wir die Schulen von 774 Kindern und 27 Lehrpersonen zu „Gesunden Schulen“ machen. Lies unten mehr! (mehr…)

Projekt 3


3. Projekt in Guatemala

13.11.2013: Auch in diesem Jahr unterstützt Viva con Agua Schweiz die „Gesunden Schulen“-Projekte von Helvetas in Guatemala. Dies ermöglicht die Sensibilisierung für Hygiene und Gesundheit von weiteren 470 Kindern und 20 Lehrpersonen. (mehr…)

Projekt 2


Gesunde Schulen in Guatemala

09.05.2012 / Aktuelles Projekt in Guatemala: Die Unterstützung des Projektes ermöglicht die Sensibilisierung von 452 Kinder und 17 Lehrkräfte für Hygiene und Gesundheit. (mehr…)

Projekt 1


Guatemala 2011

"Gesunde Schulen" sind Primarschulen Ixchiguán, Tuiladrillo und Nueva Esperanza: Sensibilisierung für Hygiene und Gesundheit von 470 Schulkindern und ihren Familien. (mehr…)