Nepal


Viva con Agua in Nepal

Nepal ist seit 2014 das dritte Schwerpunktland von Viva con Agua Schweiz. Unterstützt wird das Projekt WARM (Water Resources Management) von Helvetas.


Bereits zweimal - im Herbst 2014 und 2016 - haben Supporterinnen und Unterstützer von Viva con Agua das Projekt in Nepal  besucht, um sich vor Ort über die Projektarbeit von Helvetas und den lokalen Partnerorganisationen zu überzeugen. Einen ausführlichen Projektreisebericht gibt es hier zu lesen. Ganz unten findet sich ausserdem ein wunderschöner Projektreisefilm von mign.ch.

Da Nepal im April und Mai 2015 von schweren Erdbeben getroffen wurde, ist die Situation vor Ort immer noch schwierig. Die Projektgebiete, die von Viva con Agua unterstützt werden, sind  nicht betroffen und voraussichtlich können die weiteren Massnahmen wie geplant umgesetzt werden. Dennoch kann es in den Projekten zu Verzögerungen kommen.

Helvetas in Nepal
Nepal ist das erste Partnerland in der Geschichte von Helvetas. Seine topographischen Ähnlichkeiten mit der Schweiz machten es in den 1950er Jahren attraktiv für die anfänglich auf schweizerische „Kernkompetenzen“ wie Berglandwirtschaft und Milchwirtschaft ausgerichtete Entwicklungszusammenarbeit. Seit 25 Jahren werden Dorfgemeinschaften in Nepal bei der Verbesserung ihres Zugangs zu sauberem Trinkwasser von Helvetas unterstützt. Zu Beginn waren die Aktivitäten stark technisch ausgerichtet, so entwickelte das Projekt schrittweise einen umfassenderen Ansatz, indem Aktivitäten in der Gemeindeentwicklung, der gezielte Einbezug von Frauen sowie die Verbesserung der sanitären Einrichtungen hinzukamen. In den 1990er Jahren wurde der Ansatz weiter ausgebaut und der aktive Einbezug der Lokalbevölkerung in Planung, Konstruktion und Unterhalt verstärkt. Heute verfolgen die Aktivitäten in den Wasser- und Siedlungshygieneprojekten einen integralen Ansatz: Trinkwasserversorgung und Siedlungshygiene sind untrennbar verbunden. Auch die Realitäten der jeweiligen Dorfgemeinschaften werden verstärkt berücksichtigt (z.B. allfällige Interessenskonflikte um Quellen, Wasserläufe und Wassernutzung).

Wassersituation
Weniger als die Hälfte der nepalesischen Haushalte hat Zugang zu Trinkwasser in der Nähe ihres Heims – und häufig ist auch dieses Wasser von zweifelhafter Qualität. Die Mehrheit der Kleinbauern leiden mehr als die Hälfte des Jahres unter Wasserknappheit. Diese Situation verschärfte sich in den letzten 20 Jahren mit steigenden Bevölkerungszahlen und mit dem erhöhten Wasserbedarf von Industrie und Landwirtschaft. Dies führte teilweise auch zu Konflikten um Quellen und Wassernutzung. Das Regenwasser fliesst in gebirgigen Regionen zu einem grossen Teil ab und steht so der lokalen Landwirtschaft und den Dorfgemeinschaften nur beschränkt zur Verfügung. Wassermassen, verstärkt durch die aufgrund der Klimaerwärmung schmelzenden Gletscher, führen auch zu Erdrutschen, Überschwemmungen und Zerstörungen der Infrastruktur in Talgebieten und in den Ebenen.

Ziele im Projektgebiet
Das Oberziel des Projektes WARM ist es, den benachteiligten Dorfgemeinschaften in abgelegenen Regionen im Westen Nepals den Zugang zu Trinkwasser zu ermöglichen und die hygienischen Bedingungen zu verbessern. Seit Projektbeginn in 2001 wurden über 380 Trinkwasseranlagen umgesetzt sowie eine verbesserte Siedlungshygiene in über 100 Gemeinden ermöglicht. Das Projekt befindet sich aktuell in der fünften Phase (2013 – 2017). Die konkreten Ziele dieser Phase lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Unterstützung von 25 Dorfgemeinschaften bei der Umsetzung von geplanten Trinkwasser- und Siedlungshygieneprojekten.

  • Bau von 60 Trinkwasseranlagen, die den Zugang zu sauberem Trinkwasser für ca. 18'000 Menschen erleichtern.

  • Unterstützung beim Bau von 3'000 Latrinen für private Haushalte. Diese Haushalte werden auch gleichzeitig für Hygienethemen sensibilisiert.

  • Bessere Wasserversorgung und Sanitäranlagen an 10 Schulen (ca. 2'000 Schülerinnen und Schüler).

  • Pilotprojekt an 5 Schulen: „Hygiene und richtiger Umgang mit Wasser“ wird als Schulfach eingeführt.

  • Die Gemeinden sollen zu ODF-Zonen werden (Open Defecation Free = frei von offenen Defäkationsstellen).

  • Schulung in Organisationsentwicklung und Management von 1'200 Mitgliedern von Wassernutzungskomitees.

  • Weiterbildung durch technische Schulungen von 885 Dienstleistern (Handwerker und Techniker).

  • Schulung der Mitarbeiter der lokalen Partnerorganisationen in Wasserressourcenmanagement.

 

 

 

 

Aktuelles Projekt


Viva con Agua in Nepal

Viva con Agua Schweiz möchte im  Schwerpunktland Nepal rund 4'000 Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen sowie die hygienischen Bedingungen verbessern. Wiederum werden dabei nicht nur einzelne Dörfer, sondern ganze Distrikte im Westen Nepals unterstützt. (mehr…)

Projektreise


Namaste Nepal - ein Projektreisetagebuch

22.01.2015: Ein Tagebuch über eine unvergessliche Reise ins Projektgebiet im Westen von Nepal. Während fünf Tagen hat sich die Reisegruppe mit der Arbeit von Helvetas Nepal vor Ort auseinander gesetzt. (mehr…)