Mobiler WASH-Bus in Kapstadt

Alle Menschen haben ein Recht auf Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hyigene. Wir möchten Obdachlosen in Kapstadt ein menschenwürdiges Leben durch die Bereitstellung einer mobilen WASH-Einrichtung ermöglichen.

Der WASH-Bus zielt darauf ab, einen Beitrag zur Sensibilisierung für das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Einrichtungen für Obdachlose zu leisten. Das Projekt soll den rechtsbasierten Zugang zu grundlegenden WASH-Diensten für Obdachlose in Kapstadt durch eine Wasser-, Sanitär- und Hygieneeinrichtung in Form eines mobilen Busses verbessern.

Umsetzungsort   Kapstadt, Südafrika
Projektdauer   2021 – 2022
Total Budget   CHF 300’000
VcA CH Beitrag 2022   CHF 100’000

RAHMENBEDINGUNGEN

Im Jahr 2010 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution verabschiedet, die das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung anerkennt. Sie erkannte an, dass sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen für die Verwirklichung aller Menschenrechte unerlässlich sind.

Nach Angaben des Department of Social Development South Africa (DSD) gab es im Grossraum Kapstadt 2019 4’862 Obdachlose. Beamte des Cape Town Central City Improvement District (CCID) räumen ein, dass die wirtschaftliche Notlage infolge von COVID-19 höchstwahrscheinlich zu einer Zunahme der Obdachlosigkeit geführt hat und dass Menschen, die auf der Strasse leben, aufgrund des eingeschränkten Zugangs zu Wasser, sanitären Einrichtungen und Hygiene ein erhebliches Risiko für eine Infektion und die Übertragung des Virus haben.

Der WASH-Bus in Kapstadt ist inspiriert von der Initiative „GoBanyo“ in Hamburg, wobei Viva con Agua massgeblich bei der Planung, Entwicklung und Umsetzung des Busses in Hamburg beteiligt war. Der Duschbus macht Station an verschiedenen Orten in Hamburg, um für möglichst viele Menschen erreichbar zu sein. Die Nutzung ist kostenlos und die Gäste bekommen saubere Wäsche und Pflegeprodukte wie auch Privatsphäre.

PROBLEMSTELLUNG

Obdachlose in Kapstadt haben derzeit keinen Zugang zu angemessenen WASH-Einrichtungen. Die DSD erkennt das     Problem an, aber ihre finanzielle Unterstützung beschränkt sich auf Unterkünfte für Obdachlose. Der Umfang und die Ausrichtung der Unterstützung durch die DSD stehen weder im Verhältnis zur Anzahl noch zu den Bedürfnissen der Obdachlosen. Ihre finanziellen Mittel decken auch nur die Grundbedürfnisse von etwa 1’700 Menschen ab, so dass Non-Profit-Organisationen (NPO) die Bedürfnisse der übrigen etwa 3’300 Obdachlosen abdecken müssen.

Es gibt somit viele Obdachlose, die nicht in überfüllten Unterkünften untergebracht werden können oder es vorziehen, auf der Strasse zu leben. Sie haben kaum Möglichkeiten, an lebenswichtige Wasser- und Sanitäranlagen zu gelangen. Für sie möchte Viva con Agua ein menschenwürdiges Leben durch die Bereitstellung einer mobilen WASH-Einrichtung ermöglichen. Es gibt aktuell keine anderen grösseren Regierungs- oder Nichtregierungsorganisationen in Kapstadt, die ähnliche Projekte in der Region durchführen.

ZIELGRUPPE

Das Projekt zielt darauf ab, mit den relevanten Behörden der Stadt Kapstadt und den Obdachlosen zusammenzuarbeiten, um den Kontext und die Barrieren für die Bereitstellung von Dienstleistungen dort zu verstehen, wo sie benötigt werden. Es ist wichtig, die Lebensrealitäten und Bedürfnisse der Menschen nachvollziehen zu können, um den menschen-rechtsbasierten Zugang zu wichtigen Dienstleistungen zu gewährleisten. Die Planung und Reaktion auf die COVID-19-Übertragung unter Menschen, die Obdachlosigkeit erleben, erfordert einen „whole community“-Ansatz, der die Partner in die Entwicklung des Reaktionsplans mit klaren Rollen und Verantwortlichkeiten einbezieht. Die Zahl der Obdachlosen in Kapstadt beträgt knapp 5‘000. Die Zielgruppe dieses Projektes sind die Obdachlosen, die von keiner offiziellen Stelle mit wesentlichen Dienstleistungen versorgt werden. Es soll ein Beitrag zu ihrem Recht auf sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen geleistet werden.

PROJEKTZIELE

  • Beitrag zur Sensibilisierung für das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Einrichtungen für Obdachlose
  • Rechtsbasierter Zugang zu grundlegenden WASH-Diensten für Obdachlose in Kapstadt durch eine mobile Wasser-, Sanitär- und Hygieneeinrichtung

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